Alternativen zu SEO-Traffic – Vier Strategien, die Sie kennen sollten

18. Aug 2018 | SEO, Social Media, Traffic

Über 60.000 Suchanfragen werden auf Google jede Sekunde gestartet. Es erscheint also logisch, einen Teil seiner Zeit und seines Budgets zu investieren, um das Ranking bei Suchmaschinen dieser Art zu verbessern. Gerade lokale Unternehmen profitieren überproportional von einer guten Google-Positionierung. Sie sollten darauf achten, Webseiten-Aufrufe aus unterschiedlichsten Quellen zu erhalten. Das ist wichtig, da bereits eine kleine Änderung bei Google schwerwiegende Folgen für Sie und Ihr Unternehmen bedeuten kann.

Gemeint ist hier nicht zwangsläufig eine Änderung am Google-Geschäftsmodell. Eine kleine Abwandlung des Suchalgorithmus entscheidet bereits über “Belohnung oder Bestrafung”.

Daher ist es entscheidend, Sie sich kontinuierlich und präventiv nach alternativen Maßnahmen umzusehen. Im Folgenden werden 4 Strategien für mehr kaufstarken Besucherverkehr für Sie und Ihre Webseite erläutert.

 

1. Der YouTube-Channel

Über ein Drittel aller aktiven Internetnutzer nutzen YouTube – das sind mehr als 1 Milliarde Menschen. Dabei erfolgen über 50% aller Aufrufe auf YouTube bereits mobil. Die Ursache dafür kann im Unterhaltungscharakter des Mediums oder auch in der Nutzung desselben als spontane Informationsquelle begründet liegen.

Allerdings wird dieser Vorteil nur von 9% aller kleinen US-Unternehmen genutzt – vermutlich ist diese Zahl Deutschland sogar erheblich geringer.

Im Vergleich zu anderen digitalen Medien schneidet YouTube mit einer durchschnittlichen Nutzungszeit von 40 Minuten sehr gut ab. Es ist das intensivst-genutzte Medium der digitalen Neuzeit.

Verbrachte Social Media Zeit pro Sitzung - Comscale Marketing

Jedoch erfordert ein erfolgreicher YouTube-Kanal weit mehr als nur das Hochladen eigener Videos, da alleine dadurch noch nicht die gewünschten Effekte hervorgerufen werden.

Zunächst sollten Sie sich im Klaren darüber sein, welche konkrete Absicht hinter Ihrem YouTube Kanal steckt.
Sollen dort regelmäßig Videos hochgeladen werden? In diesem Fall sollte Ihnen bewusst sein, dass es, je nach Branche und vorheriger Bekanntheit, spätestens jeden zweiten Tag ein neues Video geben sollte.

Oder wollen Sie Ihren Kunden lediglich ein weiteres Informationsmedium zur Verfügung stellen? Dann ist ein oftmals bereits ein hochwertig gestalteter Auftritt zufriedenstellend.

Die Videos auf Ihrem YouTube Kanal sollten Sie stets mit zielführenden Handlungsaufforderungen versehen. Zum Beispiel können die Menschen hier auf ihre Webseite oder Ihren Shop verwiesen werden. Sie können je nach Ziel und eigenen Vorlieben entscheiden, ob Sie diese Aufforderungen im Video selbst, im Kommentarbereich, in Infokarten, in der Infobox, als Overlay oder im Abspann unterbringen.

Mercedes Benz Best Never Rest You Tube Video - Comscale Marketing

Beim oben eingefügten Beispiel von Mercedes Benz wird beispielsweise in der Infobox, direkt unterhalb des Videos, die eigene Webseite verlinkt.

 

2. Der Social Media Auftritt

Es liegt in der Natur des Menschen, sich für andere Menschen zu interessieren. Wir wollen Bescheid wissen über Erfolge, Misserfolge und das Leben anderer. Genauso verhält es sich auch mit Unternehmen und Marken.

YouTube Video Uploads per Kategorie 2017 - Comscale Marketing

Das Leben irgendwelcher Menschen war im Jahr 2017 das Thema von 41% der hochgeladenen Videos auf YouTube. Somit war dies der häufigste Videoinhalt.

Als Unternehmen ist es wichtig, auf Social Media Portalen, wie zum Beispiel Facebook, präsent zu sein. Denn über diesen Weg kommt heutzutage ein Großteil des für Marken generierten Besucherverkehrs.

Welcher Kanal genau in Zukunft vom Endverbraucher genutzt wird und somit am sinnvollsten ist, kann nicht eindeutig vorhergesagt werden. Bei Facebook wird beispielsweise die Anzahl an Menschen, die ohne zusätzliche Zahlungen erreicht wird – die sogenannte organische Reichweite –, massiv eingeschränkt. Trotzdem kann dieses soziale Netzwerk rentabel und sinnvoll sein.

Die Nutzer wechseln kontinuierlich zwischen verschiedenen Netzwerken. Momentan kann man sinkende Zahlen in der Unternehmensreichweite bei Facebook beobachten, dafür steigen diese bei Instagram und Pinterest stetig an.

In Deutschland konnte sich Pinterest jedoch bisher nicht durchsetzen. Ob sich das in Zukunft noch ändert, ist abzuwarten. Eins ist jedenfalls sicher: Die nächste “Where-To-Go”-Social Media Plattform lässt nicht mehr lange auf sich warten.

Schon alleine diese Feststellung vermittelt den Eindruck, dass die Social Media-Welt sehr schnelllebig ist. Sie fragen sich vielleicht, ob es sich überhaupt lohnt, dieses hin und her mitzumachen.

Die Antwort auf diese Frage lautet jedoch ganz klar: Ja! Denn es steht fest, dass digitale Präsenz auch in Zukunft gefragt und notwendig sein wird.

Nehmen Sie bitte folgenden Blickwinkel ein: Die Social Media Fähigkeit ist die Kompetenz, als Mensch, Unternehmen oder Marke über Social Media zu kommunizieren. Man muss sie genauso wie die Kompetenz zur zwischenmenschlichen Kommunikation über Jahre hinweg erlangen.

Die Reichweite, die Sie während und nach diesem Lernprozess aufbauen, müssen Sie anschließend lediglich gelegentlich von einem Medium zum nächsten transferieren müssen. Was sich nicht mehr verändert ist Ihre Social Media Kompetenz und die „echten Fans”, die Sie dann bereits haben.

 

3. Das Influencer Marketing

Menschen lassen sich gerne beraten. Auch im Internet ist eine Empfehlung der häufigste Grund für eine Kaufentscheidung. Genau hier setzt das sogenannte Influencer-Marketing an. Es bezeichnet eine etwas neuere Vorgehensweise, um Empfehlungen an den Kunden zu bringen.

Ein Influencer ist dabei eine Person mit einer gewissen Reichweite, die diese durch ihr Handeln als „Vorbild“ beeinflussen kann. In seiner/ihrer Nische ist er/sie also eine bekannte, einflussreiche Persönlichkeit.

Es ist keineswegs eine neue Idee im Marketing, sich an solche beeinflussenden Menschen zu wenden. Früher standen dabei aber Stars und Sternchen im Vordergrund. Neu sind dagegen die kleineren, sehr nischen-spezifischen Gruppierungen, die jeweils ihre eigenen Stars haben.

Als Beispiel dafür kann die Nische der Fitness- und Bodybuilding-Szene betrachtet werden. Hier gibt es zahlreiche Influencer, jeweils mit Fangemeinde, die ihre Helden regelrecht vergöttern. Es kann sich also durchaus rentieren, an Influencer heranzutreten.

Aber Achtung! Folgende Punkte sollten Sie unbedingt prüfen, bevor Sie sich für die Kooperation mit einem Influencer entscheiden:

Ist die Reichweite des Accounts echt?
Es ist möglich, dass die Fans – in diesem Kontext ‚Follower‘ – käuflich erworben wurden. Trifft dies zu, fällt der gekaufte Anteil weg, da der Influencer keinerlei Einfluss auf diesen ausübt. Auch Personen, denen nicht aus Überzeugung, sondern aus anderen Gründen (wie zum Beispiel der Zugehörigkeit zu einem Netzwerk) gefolgt wird, sind wenig interessant für eine Zusammenarbeit.

Nimmt der Influencer jeden Auftrag an?
Kaufkraft und Kaufbereitschaft der Gemeinschaft sinken mit der Dichte der Empfehlungen. Preist die Person jeden Tag viele verschiedene Produkte und Dienstleistungen an, wirkt dies längst nicht mehr authentisch und überzeugend. Deshalb sollten Sie immer darauf achten, dass die Masse der Empfehlungen des Influencers gering ist oder sogar ein Exklusivvertrag ausgehandelt werden kann.

Passt der Influencer zu meinem Produkt?
Schon allein aus gesundem Menschenverstand heraus, werden Sie Ihr Produkt keinem völlig unpassenden Publikum vorstellen wollen. Doch wichtiger ist die Frage, ob der Influencer zu Ihnen und Ihrem Produkt passt. Werte, Gedankengut, Art der Artikulation und Größe der Reichweite spielen hier eine große Rolle. Es hat viele Vorteile, zunächst an einen kleineren Account heranzutreten. Unter anderem sind die Kosten geringer und die Beziehung zu den Followern ist um einiges intensiver, als bei Accounts mit Millionen von Fans.
Bisher existiert in Deutschland noch kein erwähnenswertes Portal, auf dem Unternehmen mit Influencern in Kontakt treten können. Allerdings werden Sie durch eigene Recherche schnell ein Gespür für Potenziale entwickeln.

 

4. Blogs, Gastbeiträge und Joint Venture Partnerschaften

Eine weitere erstklassige Strategie, Zielgruppen zu erreichen und neue Besucher auf Webseiten zu locken, stellen Gastbeiträge dar.

Für diese Methode ist GEDANKENtanken ein hervorragendes Beispiel. Das gesamte Unternehmenskonzept besteht im Hochladen von interessanten Gastbeiträgen.

YouTube Konzept Gedankentanken - Comscale Marketing

Für die Veröffentlichung dieser Beiträge kommen verschiedenste Medien in Frage. Sollten Webseiten oder Blogs als Plattform für Gastbeiträge dienen, achten Sie unbedingt darauf, dass diese zu Ihrer Zielgruppe/Nische passen. Ansonsten wären Ihre Mühen umsonst. Außerdem sollten Sie mit den Seiten, die Sie für die Veröffentlichung auswählen, nicht im direkten Wettbewerb stehen.

Beim Verfassen eines Beitrages, der auf einer anderen Website erscheinen soll, seien Sie sich Ihrer neuen Leserschaft bewusst. Texte sollten in ihrer Formulierung und Wortwahl stets an die Zielgruppe angepasst werden.

Dabei muss unter anderem das Vorwissen der Leserschaft beachtet werden. Gehen wir beispielsweise einmal davon aus, dass Sie einen Beitrag über die ayurvedische Lebensweise (traditionelle indische Heilkunst) verfassen möchten. Nun müssen Sie für Leser, die davon noch nie gehört haben, ganz anders schreiben, als für Leser, die sich bereits mit Ayurveda beschäftigt haben oder sogar danach leben. Ist die Zielgruppe vertraut mit dem Thema, können und sollten weitaus themennähere Begriffe verwendet werden.

So können Sie die neuen Leser durch Ihre Kompetenz beeindrucken und schreiben möglicherweise einen Ihrer besten Beitrage. Die Wahrscheinlichkeit, im Gedächtnis des Lesers zu bleiben, ist dann erheblich höher.

Abgesehen von Artikeln wie ärztlichen Fachbeiträgen oder wissenschaftlichen Studien sollten Sie niemals eine komplizierte, fachliche Ausdrucksweise an den Tag legen. Es kommt viel besser bei Ihren Lesern an, einen Ton zu wählen, der der Kommunikation mit einem Freund nahekommt. Schreiben Sie also leserfreundlich, zum Teil umgangssprachlich, und bauen Sie eventuell sogar sarkastische oder witzige Formulierungen ein.

Auch das Veröffentlichen von Gastbeiträgen auf Ihrer Plattform sollten Sie in Ihre Überlegungen miteinbeziehen. Vielleicht wäre es eine interessante Option, auf Ihrem Blog, Podcast oder YouTube-Kanal einen Gast mit verwandter oder gleicher Zielgruppe für einen Gastbeitrag zu laden.

Bedenken Sie folgende Vorteile: Zum einen stellen Sie Ihrer Zielgruppe so neue, interessante Inhalte zur Verfügung. Zum anderen wird die Reichweite Ihrer Gäste eventuell auf Sie aufmerksam, da Links und Informationen zum Gastbeitrag auf Ihrer Website geteilt werden.

Joint Venture Partnerschaften sind eine weitere Vorgehensweise, um Zugriff auf fremde Reichweiten zu erhalten.

Diese sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn Sie ein neues Produkt einführen oder besondere Informationen verbreiten möchten und gleichzeitig um eine Person wissen, die durch ihre Reichweite (Blog, E-Mail Liste oder Social Media) der perfekte Promoter, vielleicht sogar Partner, wäre.

Auch durch Konkurrenzsituationen können Joint Venture Deals entstehen. Um mehr Menschen zu erreichen, ist ein solcher Deal immer eine Option. Beispielsweise könnte dieser so ablaufen, dass Ihr neuer Partner die Promotion für seine eigene, idealerweise deutlich größere Reichweite übernimmt und Sie ihm dafür 30% des Umsatzes überlassen.

Hier spielt wieder die Macht der Empfehlung eine entscheidende Rolle. Es wird ein Vertriebsweg geschaffen, der mit geringem Ressourceneinsatz einen direkt Zugriff auf hochpotenzielle Kunden ermöglicht.

 

Fazit

Zur Akquise neuer Kunden, sollten Sie sich nicht nur auf Google und SEO fokussieren.

Auch wenn Google unersetzlich und eine der wichtigsten Plattformen für den Erstkontakt bleibt, sollten die zahlreichen alternativen Möglichkeiten nicht vernachlässigt werden.

Niemals sollten Sie sich auf eine einzige Besucherquelle für Ihre Webseite beschränken. Anderenfalls legen Sie den Erfolg Ihres Unternehmens in die Hände eines einzelnen Dritten.

Dieses Risiko sollten Sie keinesfalls eingehen.

Beobachten Sie das Verhalten Ihrer Zielgruppe im Internet, auf welchen Seiten diese unterwegs ist und welche Themen häufig debattiert werden. So werden Sie schnell auf andere Traffic-Quellen stoßen.

Anschließend ist im zweiten Schritt lediglich noch die Variante der Ansprache herausfinden, auf die Ihre Zielgruppe am besten anspricht. Mit diesem Vorgehen werden sich Ihre Besucherzahlen wie von selbst erhöhen.

0 Comments

Submit a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

ERFAHREN SIE, WIE SIE ONLINE NEUE KUNDEN GEWINNEN UND MESSBAR MEHR UMSATZ MACHEN - VEREINBAREN SIE DAZU JETZT IHR KOSTENFREIES PERSÖNLICHES BERATUNGSGESPRÄCH

Weitere Artikel

Kontakt

Comscale Marketing GmbH
Richrather Str. 34
40723 Hilden

Telefon: +49 211 97 26 04 40
Mail: [email protected]

Folge Comscale Marketing

© 2018 Comscale Marketing GmbH
comscale-marketing.com

made with ❤️🔥🧠☕